Blog
Online-Shop erstellen lassen: Kosten 2026 transparent
Einleitung: Warum die Frage „Was kostet ein Webshop?” so schwer zu beantworten ist
Wer in Deutschland einen Online-Shop erstellen lassen will, stößt schnell auf eine verwirrende Bandbreite an Antworten. Die einen Anbieter sprechen von 25 € pro Monat, andere kalkulieren ab 25.000 €, vereinzelte Quellen nennen sogar Projektsummen jenseits der 250.000 €. Wo also liegt die Wahrheit?
Die kurze Antwort lautet: irgendwo dazwischen – und sie hängt von fünf Variablen ab, die kaum ein Vergleichsartikel sauber trennt. Wer diese Variablen versteht, kann seriös einschätzen, was ein professioneller Online-Shop 2026 wirklich kostet, ohne von überraschenden Folgekosten überrollt zu werden.
In diesem Ratgeber zeigen wir bei PHM-Connect, wie sich Webshop-Kosten realistisch zusammensetzen, was die vier wichtigsten Shopsysteme (Shopify, WooCommerce, Shopware, JTL-Shop) tatsächlich kosten und welche Aufwände in Stunden hinter den jeweiligen Projektgrößen stehen – berechnet zu unserem aktuellen Agentur-Stundensatz von 99 € netto.
Die 5 Kostenblöcke eines professionellen Webshops

Jedes Webshop-Projekt setzt sich aus fünf Kostenblöcken zusammen. Wer diese Blöcke einzeln betrachtet, vergleicht Angebote fair – und erkennt, wo eine Agentur tatsächlich Mehrwert bringt.
1. Plattform- und Lizenzkosten
Je nach Shopsystem fallen einmalige oder monatliche Lizenzgebühren an. Shopify und Xentral arbeiten mit SaaS-Modellen, WooCommerce ist Open Source (aber Plugins kosten extra), Shopware bietet sowohl Community- als auch kostenpflichtige Editionen, JTL-Shop ist kostenlos – die volle Power entfaltet sich aber erst mit JTL-Wawi.
2. Webdesign und Entwicklung
Der größte einzelne Kostenblock. Hier entscheidet sich, ob ein Shop wirklich konvertiert oder nur schick aussieht. Professionelles Webdesign mit Performance-Fokus, mobile Optimierung und sauberer Code unterscheiden professionelle Agenturen vom Template-Anbieter.
3. Setup und Konfiguration
Steuersätze, Versandregeln, Zahlungsarten, DSGVO-Texte, Cookie-Banner, Tracking, Newsletter-Anbindung – alles muss korrekt konfiguriert sein. Wer hier spart, zahlt später bei Abmahnungen oder Conversion-Verlusten.
4. Inhalte und Produktdaten
Produktfotos, Beschreibungstexte, Kategorisierung, Attribute, SEO-optimierte Texte. Bei 100 Produkten ein überschaubares Thema, bei 5.000 Artikeln ein eigenes Großprojekt.
5. Laufender Betrieb
Hosting, SSL-Zertifikate, Backups, Plugin-Updates, Sicherheits-Patches, Wartung. Wird oft unterschätzt – sollte aber von Anfang an einkalkuliert werden.
Plattform-Vergleich: Shopify, WooCommerce, Shopware und JTL-Shop

Wir arbeiten in unserer Agentur mit allen vier wichtigen Shopsystemen für den deutschen Markt. Hier ist die ehrliche Gegenüberstellung der laufenden und einmaligen Lizenzkosten – Stand Mai 2026.
| Shopsystem | Lizenz / Monatlich | Setup-Komplexität | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Shopify | Ab 36 € (Basic) bis 384 € (Advanced) pro Monat | Niedrig bis Mittel | Solo-Seller, DTC-Brands, schnelles Time-to-Market |
| WooCommerce | Plattform kostenlos; realistisch 30 – 80 € pro Monat für Hosting/Plugins | Mittel | KMU mit bestehender WordPress-Basis, hohe Anpassbarkeit |
| Shopware | Community kostenlos, Professional Edition ab 199 € pro Monat | Hoch | Mittelstand und größere Shops, B2B, internationale Skalierung |
| JTL-Shop | Shop kostenlos, JTL-Wawi ab 79 € pro Monat (5 User) | Hoch | Multichannel-Händler mit Amazon/eBay-Anbindung, eigenes Lager |
Wichtig: Diese Tabelle zeigt nur die Lizenzkosten. Setup und Anpassung schlagen in jeder Plattform zusätzlich zu Buche und werden im nächsten Abschnitt mit Stundenaufwand transparent gemacht.
Realistische Preisspannen für drei Shop-Größen

Auf Basis von Projekten der letzten Jahre haben wir bei PHM-Connect drei Shop-Klassen herausgearbeitet, in die sich nahezu jedes Online-Shop-Vorhaben einordnen lässt. Alle Stundenangaben sind realistische Erfahrungswerte für ein Projekt mit klarer Konzeption und sauberem Briefing – kalkuliert zu 99 € netto pro Stunde.
Klasse 1: Starter-Shop (1.500 – 3.500 €)
Ein klar strukturierter Einsteiger-Shop mit ein bis zwei Produktkategorien, ca. 10 – 50 Produkten und Standard-Funktionen. Ideal für Solo-Selbständige, Nebengewerbe oder kleine Marken im Aufbau.
- Plattform: meist Shopify Basic oder WooCommerce
- Design: vorhandenes Premium-Theme, individuell angepasst
- Aufwand: 15 – 35 Stunden (≈ 1.485 € – 3.465 € netto)
- Setup: Zahlung (Stripe/PayPal), Versand, DSGVO-Texte, einfaches Tracking
- Inkludiert: Mobile Optimierung, SSL, Cookie-Banner, technische SEO-Basis
Klasse 2: Mittelstands-Shop (3.500 – 12.000 €)
Das Standardprojekt für KMU mit mehreren Produktkategorien, 100 – 1.000 Produkten, individueller Designlinie und ggf. ERP- oder Marktplatz-Anbindung. Conversion-Optimierung und SEO-Struktur sind hier zentrale Themen.
- Plattform: WooCommerce, Shopware oder JTL-Shop
- Design: individuelle Designlinie, conversion-optimierte Templates
- Aufwand: 35 – 120 Stunden (≈ 3.465 € – 11.880 € netto)
- Setup: erweiterte Zahlungsarten, Versanddifferenzierung, Newsletter-Integration, GA4 + Conversion-Tracking
- Optional: Anbindung an Amazon, eBay oder eigenes ERP wie JTL-Wawi
- Inkludiert: Performance-Optimierung, On-Page-SEO, ggf. erste Content-Texte
Klasse 3: Premium- und Custom-Shop (ab 12.000 €)
Mittelständische bis größere B2B- oder DTC-Shops mit komplexen Anforderungen: tausende Produkte, mehrere Sprachen oder Mandanten, Custom-Schnittstellen, ERP-Vollintegration, individuelle UX-Konzeption und intensive Conversion-Strategie.
- Plattform: Shopware Professional, JTL-Shop mit JTL-Wawi/Xentral oder maßgeschneidertes Setup
- Design: individuelle UX-/UI-Konzeption mit Wireframes und Prototyping
- Aufwand: 120 – 300+ Stunden (≈ 11.880 € – 29.700 € netto und mehr)
- Setup: B2B-Funktionen, Staffelpreise, ERP-Synchronisation, mehrsprachig, internationale Steuerlogik
- Inkludiert: Funnel-Konzeption, fortgeschrittenes Tracking, A/B-Testing-Setup, dauerhafte Performance-Betreuung
Versteckte Kosten und typische Fallen
Die offizielle Preisspanne ist nur die halbe Wahrheit. Folgende Posten werden in der Erstkalkulation oft vergessen – und sorgen später für Frust:
DSGVO-konforme Texte und Cookie-Lösung
Eine Consent-Management-Plattform wie Cookiebot oder Usercentrics kostet 10 – 50 € pro Monat. Rechtssichere Datenschutzerklärung, AGB und Impressum sind separat zu kalkulieren oder über Anbieter wie Trusted Shops oder einen spezialisierten Anwalt zu beziehen.
Premium-Themes und Plugins
Ein gutes WooCommerce-Theme (z. B. Astra Pro, Flatsome) kostet einmalig 60 – 250 €. Plugin-Lizenzen für Versand-Module, erweiterte Filter oder B2B-Funktionen summieren sich schnell auf 200 – 800 € pro Jahr.
Migration bestehender Daten
Wer von einem Altsystem (z. B. Magento, einem Baukasten oder einem alten Shopware-5-Setup) wechselt, sollte 10 – 30 Stunden zusätzlich für saubere Datenmigration einplanen. Bei vielen Produkten und Bestellhistorien deutlich mehr.
ERP- und Buchhaltungs-Anbindung
Eine saubere Integration von JTL-Wawi, Xentral oder DATEV via Schnittstelle kostet je nach Komplexität 10 – 40 Stunden. Wer Amazon und eBay direkt anbinden will, kommt ohne diese Investition kaum aus.
Laufende Wartung
Sicherheits-Updates, Plugin-Updates, Backups, Monitoring und kleinere Anpassungen schlagen monatlich mit 100 – 500 € zu Buche – je nach Shop-Komplexität und Wartungsbedarf.
Was eine professionelle Agentur leisten sollte
Wer einen Webshop erstellen lässt, sollte folgende Punkte als Mindeststandard erwarten. Wenn ein Angebot deutlich darunter liegt, lohnt sich Vorsicht – meist tauchen die fehlenden Leistungen später als Zusatzkosten auf.
- DSGVO-konformes Setup inklusive Cookie-Banner, IP-Anonymisierung und korrekt eingebundener Tracking-Lösungen
- Mobile-First-Design – über 60 % der Käufe in Deutschland erfolgen über mobile Endgeräte
- Performance-Optimierung mit Core-Web-Vitals-Werten im grünen Bereich und Bildern in modernen Formaten (WebP, AVIF)
- Technische SEO-Basis: saubere URLs, strukturierte Daten, korrekte H-Tags, Meta-Templates – siehe auch unser SEO-Basis-Setup für deinen Webshop
- Sauberes Tracking-Setup mit Google Analytics 4 und Conversion-Events
- ERP- und Warenwirtschafts-Anbindung (oder zumindest eine saubere Schnittstelle für später)
- Skalierbare Struktur – nichts ärgert mehr als ein Shop, der bei 500 Produkten an Performance-Grenzen stößt
- Dokumentation und Übergabe – nach dem Launch sollte das Team eigenständig Produkte pflegen können
Fazit: Was kostet ein Online-Shop 2026 wirklich?
Pauschal lässt sich die Frage nicht beantworten – aber realistisch. Wer in Deutschland 2026 einen soliden Starter-Shop erstellen lassen möchte, sollte mit 1.500 – 3.500 € rechnen. Ein Mittelstands-Shop mit individuellem Design und Multichannel-Anbindung liegt bei 3.500 – 12.000 €, ein Premium-Projekt mit komplexer Logik und ERP-Vollintegration startet bei 12.000 € und kann je nach Anforderung deutlich darüber hinausgehen.
Wichtiger als die absolute Summe ist die Frage: Wie viele Stunden investiert die Agentur in dein Projekt, und was steckt in jeder einzelnen Stunde? Bei einem Stundensatz von 99 € netto wird klar, dass 15 Stunden Setup für einen Premium-Shop nicht reichen können – und dass 300 Stunden für einen einfachen Starter-Shop überzogen sind.
Wenn du wissen willst, in welche Klasse dein Vorhaben fällt und welcher Aufwand realistisch zu erwarten ist, melde dich bei uns. In einem kostenlosen Erstgespräch analysieren wir deine Anforderungen, schlagen die passende Plattform vor und zeigen dir eine transparente Aufwands- und Kostenschätzung. Unsere Online-Shop-Pakete findest du hier im Überblick.